FDP

Stuttgart 21: FDP Stuttgart enttäuscht über Hinhaltetaktik des Bundes

Bachmann: Für uns stehen die Vorteile für Arbeitsplätze und Umweltschutz im Mittelpunkt

24.10.2006 - Die Stuttgarter FDP hatte sich auf Ihrer Kreismitgliederversammlung am 5. Oktober nochmals mit Nachdruck hinter das Projekt gestellt. Die ganz überwiegende Mehrheit (es gab eine einzige Gegenstimme) war einem entsprechenden Antrag des Kreisvorsitzenden gefolgt.

Umso enttäuschter zeigt sich die FDP von der gestern beschlossenen Schiebeverfügung aus Berlin. Man darf dieses Projekt nicht tot rechnen, erklärte der Kreisvorsitzende Dietmar Bachmann, MdL. Hätte der Bund bei anderen Verkehrsprojekten ebenso scharf gerechnet, gäbe es heute wesentliche Teile des Autobahnnetzes nicht.

Mit diesem Projekt werden durch die bessere Anbindung langfristig Arbeitsplätze geschaffen, so Bachmann weiter. Davon profitiert die ganze Republik über mehr Wirtschaftswachstum – und sei es nur im Rahmen der Finanzausgleichssysteme. Die Region Stuttgart sei eine der entscheidenden Lokomotiven für die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Deutschland. Die bessere Vernetzung mit anderen wirtschaftlich starken Regionen in Baden-Württemberg und darüber hinaus sei von Vorteil für ganz Deutschland. Ulm wird z.B. besser an Mannheim und Pforzheim und Karlsruhe besser an Tübingen angebunden. Stuttgart trägt in der Bauphase eine Hauptlast. Die anderen Städte werden von der besseren Anbindung an Messe und Flughafen nur Vorteile haben, so Bachmann.

Im Mittelpunkt stehen für uns aber die Vorteile für die Umwelt, begründet Bachmann die Haltung der Stuttgarter FDP. Die Bahn sei anerkanntermaßen das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Die bessere Fernanbindung werde den Flugverkehr reduzieren. Die bessere Anbindung von Flughafen und Messe sei zwingend notwendig, wolle man den Autoverkehr und damit den Lärm reduzieren. Vor allem aber sei der Durchgangsbahnhof Voraussetzung für einen schonenden Umgang mit ökologisch wertvollen Flächen. Ich bin gespannt, wie die GRÜNEN den Menschen erklären wollen, dass kein Zusammenhang zwischen ihrer Verweigerungshaltung bei Stuttgart 21 und den bei einem Scheitern des Projekts zu erwartenden Bauplänen der Bürgermeister Föll und Hahn für Streuobst- und andere Wiesen auf den Fildern und anderswo besteht.